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Aktueller Stand zur Periimplantitis

Priv.-Doz. Dr. Dr. Markus Schlee

In der Literatur werden aktuell Häufigkeitsraten für eine Periimplantitis angegeben, die zwischen 1,1-85,0 % bzw. 1,0-47,0 % schwanken. Die hohen Spannweiten sind vom jeweils eingesetzten Diagnoseparameter und den jeweiligen Schwellenwerten (z. B. bei den Sondierungstiefen und krestalen Knochenverlusten) abhängig. Die Faktoren, die eine Entstehung periimplantärer Erkrankungen fördern können, sind dabei vielfältig. Dazu gehören u. a. lokale Faktoren wie eine höhere Rauigkeit der Implantatoberfläche, das Oberflächendesign im Implantat-Halsbereich und ein potenziell zytotoxischer Einfluss freiwerdender Titanpartikel. Auch die Art der Befestigung scheint einen Einfluss zu haben. Bei zementierten Suprastrukturen konnten beispielsweise geringere periimplantäre Knochenverluste und höhere Implantatüberlebensraten als bei verschraubtem Zahnersatz ermittelt werden. Allerdings erhöhen Zementüberschüsse das Periimplantitisrisiko signifikant. Die Oberflächenbeschaffenheit, das Design sowie das Material der Abutments hatten hingegen keinen Einfluss auf die periimplantäre Gesundheit. Allerdings konnte bei Abutments aus Zirkonoxid eine geringere Blutungsneigung beobachtet werden als bei Titanabutments.

Quelle:
Praktische Implantologie und Implantatprothetik | pip 4 | 2019